St. Martin - Ein Bischoff den Kinder begreifen können

Was Kinder von dem guten Soldaten lernen können...


Die Geschichte vom heiligen Martin hat Kindern weit mehr zu bieten, als auf den ersten Blick sichtbar wird. Es geht nicht nur darum zu teilen und zu helfen, sondern vor allem auch darum zu erkennen, dass man selbst etwas verändern kann und nicht zuletzt um den Umgang mit Macht.



Empfangen und weitergeben - eine Geste die sich bei Kindern einprägt.





Wer war dieser heilige Martin eigentlich?

Er wurde geboren in Ungarn, ist als Sohn eines römischen Offiziers in Italien aufgewachsen, wurde im Altern von 15 Jahren in die römische Legion zwangsverpflichtet und kämpfte zunächst in Frankreich gegen die Gallier und später auch gegen die Germanen im heutigen Deutschland. Wo immer er hinkam war er ein Fremder - ein Ausländer. Und während er für den römischen Kaiser kämpfte entdeckte er, dass er nicht länger ein "Soldat des Kaisers", sondern lieber ein "Soldat Christi" sein wollte und bat um seine Entlassung aus der Legion. Doch er wurde gezwungen die vollen 25 Jahre Armeedienst zu leisten.

Martin erfuhr am eigenen Leib, was bedeutet der Willkür der Mächtigen ausgesetzt zu sein. In den Feldzügen in Gallien und Germanien waren es seine Kameraden gewesen, die die Besiegten ihre Macht spüren ließen. Und damit wollte er sich nicht abfinden. Denn er erkannte in den Galliern und Germanen nicht in erster Linie die "besiegten Fremden", sondern Menschen und geliebte Geschöpfe Gottes. Deshalb trat er für Gerechtigkeit genauso ein, wie für die Verbreitung der guten Botschaft von einem freundlichen und barmherzigen Gott. Bekannt ist von ihm, dass er dies vor allem durch gute Beispiele tat und nicht so sehr durch viele Worte. Genau das brachte ihm damals wie heute den Respekt und die Achtung der Menschen ein.


Was macht Martin eigentlich zum "Heiligen"?

Ab 334 war Martin als Soldat der "Reiterei der Kaiserlichen Garde" im gallischen Amiens stationiert. Als Gardist trug er über dem Brustpanzer die Chlamys, einen weißen Überwurf aus zwei Teilen, der im oberen Bereich mit einem wärmenden Schaffell gefüttert war. Das wir ihn heute zu St. Martin einen roten Mantel teilen lassen liegt daran, dass die Künstler des Mittelalters Martin fälschlicher Weise im traditionellen roten Offiziersmantel (dem Paludamentum) abbildeten. An einem kalten Wintertag begegnete Martin am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann. Da er selbst, außer seinen Waffen und seinem Überwurf nichts bei sich trug, teilte er seinen wärmenden Überwurf mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht soll ihm dann im Traum Christus erschienen sein, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem Bettler gegeben hatte.

„Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet … Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Die Bibel in Matthäus 25,35–40 EU)



Martin von Tours, lateinisch Martinus, war der Begründer des abendländischen Mönchtums und der dritte Bischof von Tours. Er ist einer der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche und der erste, dem der nicht als Märtyrer, sondern als Bekenner heilig gesprochen wurde. (Quelle: Wikipedia) Das ist wohl einer der Gründe dafür, dass St. Martin auch in der evangelischen Kirche verehrt wird.


FS

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